Freistellungsauftrag

Nach der Eröffnung eines neunen Kontos macht es meistens Sinn gleich einen entsprechenden Freistellungsauftrag an die Bank zu schicken.
Auf diese Weise können Sie sicher sein, das Sie nicht zu viel Steuern auf Ihre Zinserträge bezahlen. Ohne gültigen Freistellungsauftrag sind die Banken dazu verpflichtet automatisch 30% ihrer Zinserträge an das Finanzamt abzuführen.
Alleinstehende Personen können derzeit insgesamt bis zu 801 Euro freistellen, verheiratete 1602 Euro. Sie können frei eintscheiden, ob Sie Ihren maximailen Freistellungsbetrag auf eine oder mehrere Banken verteilen.
Wenn Sie verschiedene Konten bei unterschieldichen Banken haben und die Freigestellte Summe nirgends komplett ausgeschöpft wird, macht es sinn überall einen bestimmten Betrag freizustellen. Auf diese Weise verschenken Sie kein Geld.

Wenn Sie beispielsweise 20.00 Euro zu 4% Zinsen angelegt haben, erhalten Sie 800 Euro Zinsen pro Jahr. Ohne gültigen Freistellungsauftrag werden nun automatisch 30% dieser 800 Euro Zinserträge an das Finanzamt abgeführt. Das sind immerhin 240 Euro, die sich so entgehen lassen.

Freistellungsauftrags Formulare können meistens direkt auf der Webseite der Bank heruntergeladen werden. Diese müssen dann ausgefüllt und unterschrieben an die Bank geschickt werden. Bei einer Verteilung der Freistellungsaufträge auf mehrere Banken sollten Sie darauf achten den maximalen Freistellungsbetrag nicht zu überschreiten. Hierbei können eigene Notizen, wo wieviel freigestellt wurde recht hilfreich sein, da nicht jede Bank in ihrer onlinebanking Umgebung den aktuell freigestellten Betrag abfragen lässt.

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2 Kommentare

  1. 1

    Wer den Freistellungsauftrag vergisst, kann die zuviel abgeführten Steuern aber wieder zurückholen. Man lässt sich von der Bank eine Zinsbescheinigung ausstellen, und gibt die Beträge in der Steuererklärung unter den Einkünften aus Kapitalvermögen an.

  2. 2

    Sehrgeehrte Damen und Herren,
    ich finde Ihren Artikel sehr informativ und auch
    gut verständlich.
    Den Artikel lade ich für meine 83Jahre alte Tante herunter, weil diese keine Vorstellung davon hat, was der Freistellungsauftrag eigentlich bewirkt.
    Mit freundliche Grüßen
    Th. Dröge

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